Die legendäre Primaballerina und frühere Direktorin des Stuttgarter Balletts, Marcia Haydée, erhält in diesem Jahr den Lifetime Achievement Award 2026 der Fachzeitschrift tanz. Damit wird ihre herausragende Karriere als dramatische Ballerina, Muse von John Cranko und ihre mutige langjährige Leitung des Stuttgarter Balletts gewürdigt.
Wir nehmen das zum Anlass, am Sonntag, den 22. November um 11.00 Uhr im Kino am Raschplatz den Film „Die Kameliendame“ zu präsentieren. John Neumeier schuf dieses Meisterwerk 1978 für Marcia Haydée und das Stuttgarter Ballett zu Frédéric Chopins bewegender Musik. Zehn Jahre später gestaltete er aus seiner gefeierten Bühnenversion den Spielfilm. Den Part der todkranken Kurtisane, die ihr Glück opfert, um ihrem Liebhaber nicht im Weg zu stehen, tanzt die wunderbare Marcia Haydée.
Lilit Hakobyan präsentiert mit
„After Luck“ ihre neueste Arbeit in der Eisfabrik. Mit ihrem Stück „Luck“ überzeugte sie im vergangenen
Jahr beim 39. Internationalen Wettbewerb für Choreographie und wurde gleich mit drei
Produktionspreisen ausgezeichnet.
Für die Produktion in der Eisfabrik führt Lilit Hakobyan ihr preisgekröntes Wettbewerbsstück weiter und öffnet mit „After Luck“ ein neues Kapitel ihrer choreographischen Auseinandersetzung. Gemeinsam mit den Tänzer*innen Keren Leiman, Conal Francis Martin und Louis Steinmetz entwickelt Hakobyan eine ebenso persönliche wie berührende Choreografie. Eigene Erfahrungen sowie die langjährige gemeinsame Arbeitsgeschichte der Künstler*innen bilden dabei den emotionalen Ausgangspunkt dieser neuen Produktion.
Bis zum 24. Oktober gibt es jeden Freitag und Samstag eine Vorstellung.
Erneut kooperiert die Ballett Gesellschaft Hannover mit dem Perlen – Queer Film Festival und präsentiert einen besonderen Filmabend: Am 24. Oktober um 17:30 Uhr ist im Kino im Künstlerhaus Hannover der eindrucksvolle Dokumentarfilm „The Dancer“ über den syrischen Tänzer Ahmad Joudeh zu sehen.
Seine Geschichte erzählt von Tanz als Ausdruck von Freiheit, Identität und Widerstand – und von der Kraft, die entsteht, wenn ein Mensch trotz widrigster Umstände seinen eigenen Weg verfolgt. Aufgewachsen in einem Flüchtlingslager, erkämpft Ahmad Joudeh sich mit starkem Willen und eiserner Disziplin seinen Weg ins niederländische Nationalballett.
Mit dieser Kooperation verbindet die Ballett Gesellschaft Hannover die Welt des Tanzes mit dem queeren Film und setzt ein Zeichen für Offenheit, Vielfalt und die verbindende Kraft der Kunst.
Vor vierzig Jahren hat die Ballett Gesellschaft Hannover einen Choreographiewettbewerb ins Leben gerufen, der heute der weltweit renommierteste seiner Art ist. Besonders freut uns die starke weibliche Präsenz bei dieser Ausgabe: Mit 42 Prozent wurden fast die Hälfte der nahezu 400 Bewerbungen von Frauen gestaltet. Die vier durch die Jury verliehenen Preise gingen an eine Frau, ein Frauen-Kollektiv und zwei Choreographenpaare, bei denen ein Mann und eine Frau gemeinsam gearbeitet haben.
Das macht Hoffnung. Denn leider ist ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis auch im Bereich Tanz noch nicht die Regel.
Der 41. Choreographiewettbewerb ist bereits in der
Vorbereitungsphase! Vom 24. bis 26. Juni 2027 verwandeln wir wieder das Theater am Aegi zum Zemtrum des weltweiten choreographischen Nachwuchses. Wir sind dabei, die Bewerbungsunterlagen für die Teilnehmenden zu
erstellen, Sponsoren zu finden und die Jurys zusammenzustellen.
Auch der Vorverkauf hat bereits begonnen. Sichern
Sie sich Ihre präferierten Plätze. Tickets gibt es im Theater am Aegi und bei Eventim.
Die Sommerferien sind zu Ende und die neue Spielzeit schenkt uns einen gut gefüllten Tanzkalender.
Das Staatsballett Hannover startet in die neue Spielzeit mit der Wiederaufnahme von
„Verwandlungen“, den wunderbaren Arbeiten der Geschwister Imre & Marne van Opstal sowie Sol León & Paul Lightfoot.
Aber auch die freie Tanzszene bietet uns ein großartiges Programm.