Veranstaltungstipps

  • Und noch ein Festival der jungen Talente: Tänzer*innen aus dem Braunschweiger Ensemble präsentieren unter dem Motto „Shift“ acht eigene Choreografien. Shift, also verschieben, verlagern oder umschichten, ist das gemeinsame Thema. In dem Wort steckt vor allen Dingen eines: Bewegung. Dabei setzt sich nicht nur der Körper mit der Veränderung von Formen auseinander, auch das choreographische Konzept reagiert auf Gedanken, in denen Wandel oder die Wandelbarkeit eine Rolle spielen. Die acht Choreograph*innen verbildlichen die Idee der Verschiebung und Verschichtung in ihren ganz eigenen Bewegungssprachen. Dabei sind die Ansätze so vielfältig wie die Persönlichkeiten der Choreograph*innen. Von Nahtoderfahrungen, die den Körper in andere Sphären transformieren, über Perspektiven- und Richtungswechsel, interaktive Körper-Videoprojektionen und Klanginstallationen über absurde Räume und das Gefühl des Wartens bis hin zu dem Verhältnis von Natur und Mensch: »Shift« bringt in Bewegung. Am 4. um 17 Uhr ist Premiere – weitere Termine im Tanzkalender.

 

  • In Lüneburg kommt nach langen pandemiebedingten Verschiebungen endlich „Bluthochzeit“ von Olaf Schmidt auf die Bühne – Premiere ist am4. um 19 Uhr. Federico García Lorca – Dichter, Revolutionär und Surrealist: kaum ein Dichter hat für die Geschichte Spaniens des 20. Jahrhunderts eine ähnliche Bedeutung. Und kaum eine literarische Sprache lässt sich so unzureichend ins Deutsche übertragen wie Lorcas kraftvolle und suggestive Dichtung. Vielleicht lässt sich also das, was Lorcas Werk so unvergleichlich macht, am besten durch Tanz ausdrücken? In Bluthochzeit begegnen sich Figuren aus verschiedenen Stücken Lorcas: In den Familien des titelgebenden Stücks kann der Zuschauer nun auch Dona Rosita und Yerma wiederentdecken und die Mutter trägt unverkennbar Züge der Bernarda Alba … In dieser Lorca-Familie kämpfen alle voller Hoffnung, Sehnsucht und unbändigem Lebenswillen um die Verwirklichung ihrer Träume. Und je deutlicher man das gemeinsame Muster hinter allen Stücken Lorcas erkennt, desto klarer wird, dass die archaischen Strukturen der beschriebenen Familien bis heute fortwirken. Getanzt wird u. a. zu spanischen und hispanoamerikanischen Liedern, klassischen Kompositionen und Gitarrenmusik – live gespielt von dem virtuosen Gitarristen Max Herzog.

 

  • Festival „Neo tanzOFFensiv“ in der EISFABRIK: Tanz kennt keine Sprachbarrieren, vielmehr ist er, allen unterschiedlichen kulturellen Ausprägungen zum Trotz, eine Universalsprache wie sonst nur noch die Musik. Er ist körperlich, emotional und unmittelbar. Start des Festivals ist am5. um 19 Uhr in der EISFABRIK mit „Delicious Overdose“ vom DuoNux: Süßes ist süß, sogar sehr! Aber irgendwann wird es zuviel, toxisch… die Choreographie ist wie ein Traum, eine Reise ins Innere. Traumhaft und visionär und dabei physisch unmittelbar widmet sich das DuoNux Fragen, die sich jedem von uns irgendwann stellen, suchen aus Dunkel und Chaos einen Weg ans Licht. Die beiden Tänzer*innen auf der Bühne verkörpern dieselbe Person, deren helle und dunkle Seite, das Innere und das Äußere. Sie bewegen sich am Abgrund, um in der bunt leuchtenden Welt der Imagination zu enden.
  • Am 3.5. geht es weiter mit „Unkraut“ von Doris Uhlich aus Wien: „Aus unerwünschten Pflanzen werden selbstbestimmte, nichtkonforme Frauen, die ganz cool bei Spagat und Liegestützen miteinander konkurrieren, zu bedrohlichen Insekten mutieren, oder – in skurrilen Kostümierungen – zu einzigartigen Fantasiewesen werden.

 

  • Zum Abschluss gibt es einen DoubleBillAbend mit „Manbusha“ von IVONA/Pablo Girolami und „SUB – OVERHELMED“ von Giulia Menti und Gloria Gastaldon

    Weitere Infos im beiliegenden Flyer – Termine im Tanzkalender.

 

  • Noch einmal eine kleine Erinnerung: Nebenan im Theaterhaus Hildesheim wird am 4. „Immobilità“ wieder aufgenommen: Die Choreographie von Mónica García Vicente ist eine gelungene Collage aus Impressionen und Bildern zum Thema körperlicher Einschränkung und dem mobilisierenden Potential der Kunst in Zeiten des Stillstands. Die Vorstellungstermine finden Sie im Tanzkalender.
  • Daniel Smith – ein Tänzer ihrer nächste Produktion „Mary Frankenstein“ – sucht eine Wohnung oder ein Zimmer im Zeitraum 22.8.-31.10. – weitere Infos anbei. Wenn Sie ihm helfen können, bitte eine kurze Nachricht an Mónica.

 

  • Zum Vormerken: vom -25.5. finden die Kunstfestspiele Herrenhausen statt – in diesem Jahr mit einem großen Tanz- und Performanceangebot. Ein Bericht aus der „Spielzeit“ 04/2022 anbei – mehr im nächsten Brief.

STAATSTHEATER HANNOVER

WIR SAGEN UNS DUNKLES

Wenn es dunkel genug ist, kannst du die Sterne sehen.Wenn es dunkel genug ist, kannst du die Sterne sehen.Wenn es dunkel genug ist, kannst du die Sterne sehen.Wenn es dunkel genug ist, kannst du die Sterne sehen.Wenn es dunkel genug ist, kannst du die Sterne sehen.Wenn es dunkel genug ist, kannst du die Sterne sehen.Wenn es dunkel genug ist, kannst du die Sterne sehen.Wenn es dunkel genug ist, kannst du die Sterne sehen.

Choreografien von Jiří Kylián, Sol León & Paul Lightfoot und Marco Goecke

Gods and Dogs

CHOREOGRAFIE, BÜHNE Jirí Kylián KOSTÜME Joke Visser LICHT Kees Tjebbes

Skew-Whiff

CHOREOGRAFIE Sol León / Paul Lightfoot BÜHNE, KOSTÜME Sol León / Paul Lightfoot LICHT Jolanda de Kleine

Wir sagen uns Dunkles

CHOREOGRAFIE, BÜHNE, KOSTÜME Marco Goecke LICHT Udo Haberland

 Premiere: 11. Februar 2022

 

STAATSTEATER BRAUNSCHWEIG

Gemischtes Doppel

Premiere: Freitag, 18.02.2022
19:30 Uhr, Großes Haus
Premiere
 

Uraufführung

Der Titel »Gemischtes Doppel« bezieht sich nicht nur auf die Tatsache, dass an diesem Abend zwei neue Tanzkreationen zu sehen sein werden. Zum ersten Mal präsentieren sich in dieser Doppelproduktion zwei Choreograf:innen-Teams, die durch kollektive Zusammenarbeit für ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis sorgen und mit ihren choreografischen Arbeiten neue Perspektiven der Tanzszene auf die Bühne des Braunschweiger Staatstheaters bringen.

Danae Dimitriadi und Dionysios Alamanos zeigten 2019 ihre beeindruckende Arbeit »Uncia« auf der im Staatstheater präsentierten Tanzgala »Ekstase« und hinterließen einen derart bleibenden Eindruck, dass sie Tanzdirektor Gregor Zöllig einlud, eine eigene Kreation für die gesamte Kompanie zu erschaffen. Beide studierten an der Griechischen Nationalschule für Tanz (KSOT) und performten als Mitglieder der Hellenischen Tanzkompanie in Choreografien von Akram Khan, Martha Graham und Anton Lachky. Seit 2015 arbeiten Danae & Dionysios als Kollektiv. In »Valley of the Hummingbird« lassen die beiden Choreograf:innen in lyrischen Sequenzen ein Ökosystem entstehen, welches von einer Katastrophe bedroht wird. Über den Körper erkunden sie dynamische Bewegungssprachen der Tiere und Naturphänomene und zeigen auf, was man auch als kleinstes Geschöpf zum Gelingen des Lebens auf diesem Planeten beitragen kann.

Der US-Amerikaner Ryan Mason arbeitete bereits mehrmals als choreografischer Assistent am Staatstheater Braunschweig. Gemeinsam mit seiner Partnerin, der finnischen Choreografin und Tänzerin Annamari Keskinen, gründete er 2018 eine Forschungsplattform für Tanztheater, Bildung und Performance namens »Thar be Dragons«. In ihrer Produktion »Blink« für die Kompanie des Staatstheaters Braunschweig erkunden sie gemeinsam mit den Tänzer:innen das Gefühlsspektrum zwischen Vergnügen und Schmerz. Dabei geht es ihnen darum, die positiven sowie auch negativen Erfahrungen und Auswirkungen beider doch scheinbar unterschiedlichen Wahrnehmungen aufzuzeigen und dabei den Kipppunkt für Veränderungen bloßzulegen. Ihre Arbeitsweise ist explorativ und experimentell, stellt Fragen und ist offen für die Möglichkeit einer im Ungewissen liegenden Antwort.